Auf einer Dienstreise siehst du oft nur das Hotel, den Konferenzraum und ein Restaurant in der Nähe. Die Stadt selbst bleibt fremd. Wenn sich ein freier Tag anhängen lässt, ist das eine Chance, sie wirklich kennenzulernen. Du bist schon vor Ort, die Anreise ist erledigt, und du kannst den Tag ganz nach deinem Geschmack gestalten, ohne dass jemand etwas von dir erwartet.
Vom Arbeitsmodus in den Urlaubsmodus
Am Anfang des Tages hilft ein kleiner Bruch mit der Arbeit. Zieh dir bequemere Kleidung an und packe die Arbeitsunterlagen weg. Wenn du nichts Passendes dabei hast, reicht ein Paar gute Schuhe und eine leichte Jacke. Schalte, soweit es geht, die Benachrichtigungen aus. Ein freier Tag beginnt erst richtig, wenn du das Gefühl hast, dass niemand mehr auf eine Antwort wartet.
Plane wenig, aber etwas. Such dir einen Stadtteil aus, den du nicht kennst, und lauf ohne Eile los. Lass dich von dem leiten, was du siehst: einem Markt, einem Park, einem Fluss. Nimm dir vor, zu Mittag dort zu essen, wo die Leute vor Ort essen, und nicht in der Nähe des Tagungsorts. Ein Mittagessen ist ein guter Anker für den Tag. Vielleicht möchtest du dich auch gar nicht so viel bewegen. Ein Museum oder ein langes Frühstück in einem Café sind ebenso gute Wege, den freien Tag zu füllen. Erlaube dir, ihn so langsam anzugehen, wie es dir guttut.
Denk an deine Kräfte. Nach ein paar Tagen voller Termine bist du müder, als du glaubst. Ein ganzer Tag mit Sehenswürdigkeiten wird dann zur Pflicht statt zum Vergnügen. Setz dir ein Ziel für den Vormittag und eines für den Nachmittag, und dazwischen eine lange Pause. Wenn du nur die Hälfte schaffst, ist das völlig in Ordnung, denn du kommst ja vielleicht wieder.
Am Abend darfst du dir etwas Gutes tun. Iss in Ruhe, geh früh ins Bett und lass den Tag nachklingen. Schreib deiner Familie eine Nachricht mit einem schönen Bild, und erzähl, was du erlebt hast. Wenn du am nächsten Tag abreist, hast du nicht nur eine Reise absolviert, sondern etwas mitgenommen, das dir im Gedächtnis bleibt.